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Haus mit Durchblick

Gebäude
Der hier gültige Bebauungsplan schafft einen klaren Rahmen für die Bebauung des Grundstückes. Die zulässige überbaubare Grundfläche wird in diesem Entwurf vollständig für das Wohnhaus ausgenutzt.
Um die Westsonne möglichst optimal für den Garten und die Belichtung des Hauses auszunutzen, wurde ein lang gestreckter Körper gewählt, der an der Ostseite der bebaubaren Fläche platziert ist.
In diesem Zuge wurde auf den Erhalt der Linde verzichtet, da sich die bebaubare Fläche wegen Kronenumfang und Wurzelbereich erheblich verkleinert hätte.
Die vorgegebene Traufhöhe von 5 m zwingt zu einem Dachdrempel und einer geringeren Raumhöhe unter den Dachschrägen im Obergeschoss.

Architektur
Der entstandene längliche Charakter des Gebäudekörpers wird mit dem durchgehenden Absatz der Fassade des Obersgeschosses betont. Die markanten überhöhten Giebelwände fassen dieses Volumen ein. Der zurückgesetzte Mittelteil der Westfassade mit der überhöhten Fensteranlage und die schlanken sonstigen Fenster schaffen die vertikale Ordnung der Architektur.
Das langgestreckte einheitliche Satteldach ganz ohne Dachaufbauten verleihen dem Baukörper Ruhe und Geschlossenheit. Diese lässt den an sich kleinen Baukörper kräftiger und größer erscheinen.
Erdgeschoss

Erdgeschoss
Küche, Esszimmer und Wohnzimmer sind über großzügige Wandöffnungen verbunden und bilden in ihrer Abfolge den Raum für das tägliche Leben. Die entstandenen Durchblicke schaffen Übersichtlichkeit im Inneren und Ausblicke in den Garten von fast jedem Ort im Haus. Das große Wohnzimmer orientiert sich sowohl zur ruhigen Rückseite als auch zur besonnten Westseite des Grundstückes. Die große Fensterfläche im Gebäuderücksprung in der Mitte des Hauses erhellt den Essbereich und lässt das Nachmittagslicht tief in das Gebäudeinnere einfallen.
Die Essdiele ist zugleich Schaltraum der Kommunikation des EG als auch zwischen den Geschossen und führt mit dieser Funktion zur Einsparung von Verkehrsfläche. Über den haushohen Innenraum mit der Galerie im Obergeschoss entsteht so der Kommunikationsraum für das Familienleben.
Das Arbeits- bzw. Gästezimmer im Erdgeschoss verbindet sich über einen Flur mit dem Dusch-WC zu einer kleinen separaten Einheit.

Obergeschoss
Die durch Planungsrecht beschränkte Drempelhöhe von ca. 1,70 m innen verhindert die Anordnung von Fenstern in den Längsfassaden des Obergeschosses. In der Folge sind die Zimmer an den Giebelseiten des Hauses angeordnet, die hier mit den französischen Fenstern schön belichtet werden. Badezimmer, Treppen- und Galerieraum werden mit Dachflächenfenstern belichtet. Der Galerieraum ist durch die hohe Fensteranlage im EG und im Zusammenspiel mit der Belichtung von oben durch die Dachfenster so lichtdurchflutet, dass er mit der Wirkung eines Atriums das Haus auch im Inneren hell erleuchtet.